Todesfall, was tun?

Irgendwann steht (fast) jeder Mensch einmal im Leben vor dieser Situation:

Todesfall, was tun?

Wohl dem, der dann nicht völlig unvorbereitet ist. Bei jedem Trauerfall sind einige Dokumente sehr wichtig. Diese Dokumente sollten bereits vor dem Eintritt des Todes in einem extra Vorsorge-Ordner aufbewahrt werden. Das erspart unnötige Hektik und Zeitverschwendung in der angespannten Situation vor der Beerdigung. Schließlich müssen viele Entscheidungen getroffen werden, Trauerfeier und Beisetzung geplant werden. Grundsätzlich gilt für Angehörige: Stimmen sie sich in der Familie ab, welche Aufgaben wer übernimmt und welche vom Beerdigungsinstitut übernommen werden sollen.

Folgend ein paar wichtige Tipps für die ersten Schritte nach einem Todesfall:

1. Arzt informieren

Stirbt jemand zu Hause, dann muss ein Arzt informiert werden, damit dieser einen Totenschein ausstellen kann. Ist der Hausarzt nicht verfügbar, rufen Sie einen Notarzt oder fordern Sie einen Arzt der örtlichen Notdienstzentrale an.

Stirbt jemand in einem Krankenhaus oder in einem Alten- und Pflegeheim, übernimmt meist die dortige Verwaltung diese Aufgabe. Auf der Bescheinigung muss vermerkt sein, dass es sich um einen natürlichen Todesfall handelt. Ist dies nicht der Fall, dann muss die Polizei informiert und hinzugezogen werden. Dies bedeutet aber nicht automatisch, dass es sich um eine Straftat handelt.

Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass ohne Totenschein der Leichnam nicht vom Sterbeort transportiert darf.

2. Bestatter informieren

Den Bestatter sollte man zur einem möglichst frühen Termin informieren. Er steht beratend zur Seite und kann Angehörigen in vielen Bereichen behilflich sein.

Der Verstorbene muss nicht zwangsläufig sofort abgeholt werden. Gesetzlich erlaubt sind bis zu 36 Stunden, die er noch zu Hause bleiben kann. Eine für viele wichtige Option bei der Trauerarbeit! Denn so können Freunde und Verwandte in aller Ruhe Abschied nehmen.

Der Bestatter erklärt den Angehörigen, was zu beachten ist. Bevor Angehörige den Bestatter informieren, sollten sie prüfen, ob der Tote nicht im Vorfeld einen bestimmten Bestatter gewählt und eine Bestattungsvorsorge abgeschlossen hat. Sind diese Punkte geklärt, erfolgt das Beratungsgespräch mit dem Bestatter, in dem alle Einzelheiten festgelegt werden.

Unter Telefon 06151 64705 sind wir rund um die Uhr für Sie zu erreichen.

3. Wichtige Angehörige informieren

4. Die wesentlichen Dokumente für den Trauerfall

Dazu gehören der Nachweis über den letzten Wohnsitz des Verstorbenen sowie der Totenschein vom Arzt. Des Weiteren braucht man eine Personenstandsurkunde. Bei Ledigen sind das die Geburtsurkunde, bei Verheirateten die Heiratsurkunde und bei Geschiedenen die Heiratsurkunde mit dem rechtskräftigen Scheidungsurteil. Verwitwete benötigen die Heiratsurkunde und die Sterbeurkunde des Partners. Bei einer gleichgeschlechtlichen Ehe ist anstelle der Heiratsurkunde das entsprechende Formular vorzulegen. Falls vorhanden wird ein Bestattungsvorsorgevertrag von Nöten sein. Zusätzlich sollten wichtige Versicherungsunterlagen zur Hand sein. Nicht zu vergessen ist die Rentennummer, die man oben auf dem Rentenbescheid findet und Angaben, ob es eine betriebliche Rente gibt.

Der Bestatter erhält zumeist einige Formulare für die Beantragung der wichtigen Urkunden. Besonders wichtig sind auch Grabdokumente, wenn bereits ein Grab gekauft oder reserviert wurde. Gibt es ein Testament oder etwas Ähnliches? Dann sollten diese auch bereitgehalten werden. Genauso wichtig ist die letztwillige Verfügung, die unter Umständen wichtige Informationen zur Art der Beerdigung beinhaltet. Dazu gehören, ob der Tote in ein Krematorium gebracht werden will oder ob er eine Seebestattung wünscht.

5. Formalitäten-Erledigung

Die Sterbeurkunde wird beim Standesamt des Sterbeortes beantragt. Diese Bescheinigung wird auch benötigt, wenn bestimmte Versicherungen gekündigt werden müssen. Einige Gesellschaften benötigen das Original, während andere mit einer Fotokopie auskommen.

Falls nicht vorhanden, muss eine Grabstätte bei der Gemeinde erworben werden und es muss ein Termin für die Trauerfeier gebucht werden.

Gleiches gilt für die Dekoration und die Auswahl der Trauermusik. Wünscht der Tote bestimmte Blumen für seine Beerdigung, wie etwa ob er Blumen anstatt der Erde wünscht. Soll eine Kondolenzliste ausgelegt werden und wie sieht es mit dem Druck von Traueranzeigen und Danksagungen aus. In einigen Regionen auch Drucke von Sterbebildchen üblich.

Angehörige sollten auch an die Zeit nach der Beerdigung denken. Dazu gehören Anzeigen in Tageszeitungen, Bestellung eines Beerdigungskaffees in einer Gaststätte sowie die Abrechnung mit der Lebensversicherung oder der Sterbekasse.

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